Die Europäische Union wird häufig mit demokratischer Konsolidierung und Grundrechten assoziiert. Gleichzeitig wird aber kritisiert, dass die Europäische Union mehr durch wirtschaftliche Integration angetrieben wird und weniger durch Demokratie und Partizipierung der Bürger. Die Kritik bezieht sich dabei vor allem auf Themen des Bürgerrechts, der Beteiligung, der Ausrichtung politischer Agenden und politische Trends. Dies führt zu der Frage, ob und wie sich eine gemeinsame europäische Bürgerschaft und eine sowohl reaktionsfähige als auch effiziente neue Art der Europäischen demokratischen Regierung und Politik herausbilden sollte und könnte. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie dies in Beziehung zu den existierenden demokratischen Institutionen, Kulturen, Identitäten und Praktiken in und zwischen den Mitgliedstaaten zu sehen ist.
Interdisziplinäre Forschung wird sich hier auf die Herausforderungen für die Europäische Demokratie und dem Streben nach europäischer Integration vor dem Hintergrund der totalitären Vermächtnisse und zunehmenden populistischen Bestrebungen sowohl in alten als auch in neuen Demokratien in Verbindung mit der Frage nach Identitäten und dem kulturellen Erbe beschäftigen.
Zu Ihrer Orientierung und Information finden Sie im folgenden eine Übersicht der bisher innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms in der Activity 8.5 "The Citizen in the European Union" geförderten Projekte (Stand: Juli 2009). Auf den jeweils verlinkten Webseiten finden Sie weiterführende Informationen zu den einzelnen Projekten: