Am 21. Juni 2011 hat die Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft den Gewinnervorschlag einer Online-Konsultation mit dem Titel "You name it", die zur Namensgebung für das künftige EU-Forschungsrahmenprogramm durchgeführt wurde, benannt..
Demnach wird der Name des neuen Programms "Horizon 2020 - Framework Programme for Research and Innovation" lauten.
Das Programm soll ab 2014 starten und alle derzeit durch das Rahmenprogramm für Forschung, Technologische Entwicklung und Demonstration (7. FRP), das Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) sowie das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) abgedeckten Fördermaßnahmen, umfassen.
Durch den Verweis auf das Jahr 2020 im neuen Namen soll der Bezug des Programms zur "Europa 2020 Strategie" der Europäischen Union verdeutlicht werden; der Zusatz "Framework Programme for Research and Innovation" stellt die Kontinuität zu den vorherigen Forschungsrahmenprogrammen her.
Im Rahmen von "Horizon 2020" werden Forschung und Innovation künftig stark miteinander verbunden sein.

"Horizon 2020": Vorabfolgenabschätzung und offizielle Übersetzungen liegen vor
Der Kommissionsvorschlag zu Horizon 2020, dem künftigen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2014-2020) liegt jetzt in 22 Sprachen, also auch in einer offiziellen deutschen Übersetzung vor. Horizon 2020 besteht aus fünf Dokumenten:
• Horizon 2020 - The Framework Programme for Research and Innovation - Communication from the Commission
• Proposal for a Regulation of the European Parliament and Council establishing Horizon 2020 - the Framework Programme for Research and Innovation (2014-20)
• Proposal for a Regulation of the European Parliament and Council laying down the rules for the participation and dissemination in Horizon 2020
• Proposal for a Council Decision establishing the Specific Programme implementing Horizon 2020
• Proposal for a Council Regulation on the research and training programme of the European Atomic Energy Community (2014-18) complementing Horizon 2020
Außerdem hat die Europäische Kommission ihre Einschätzung über die Auswirkungen von Horizon 2020 veröffentlicht. Der „Impact Assessment Report“ stellt Herausforderungen und Ziele, die Alternativen, die erwogen wurden und rechtliche Aspekte des Programms vor. Er besteht aus drei Arbeitsdokumenten:
• Horizon 2020 - The Framework Programme for Research and Innovation - Executive Summary of the Impact Assessment Report
• Horizon 2020 - The Framework Programme for Research and Innovation - Impact Assessment Report
• Horizon 2020 - The Framework Programme for Research and Innovation - Impact Assessment Report - Annexes
Europäische Kommission veröffentlicht Vorschlag für Horizon 2020
Am 30. November 2011 hat die Europäische Kommission einen Vorschlag zu Horizon 2020 - dem neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (2014 – 2020) vorgelegt.
Der Vorschlag für Horizon 2020 umfasst das Rahmenprogramm, die Beteiligungs- und Verbreitungsregeln, ein einziges Spezifisches Programm zur Implementierung von Horizon 2020 sowie einen separaten Vorschlag für die Teile von Horizon 2020, die dem Euratom-Vertrag zugrunde liegen.
Am 06. Dezember 2011 soll dem Rat für Wettbewerbsfähigkeit der offizielle Vorschlag vorgelegt werden. Damit startet das ordentliche Gesetzgebungsverfahren, das voraussichtlich Mitte 2013 abgeschlossen sein wird, so dass mit einem Start von Horizon 2020 für 2014 gerechnet wird.
Die für die Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften besonders interessante Societal Challenge „Inclusive, innovative and secure societies“ ist im aktuellen Vorschlag der Europäischen Kommission enthalten. Darüber hinaus wird auf die Bedeutung der sozial-, wirtschafts- und geisteswissenschaftlichen – insbesondere politikrelevanten – Forschung auch in anderen Societal Challenges hingewiesen.
Eine Zusammenfassung der relevanten Bereiche für die Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften in anderen Bereichen des Vorschlags zu Horizon 2020 finden Sie in hier.
Die Europäische Kommission hat im Juni und Juli 2011 zur Vorbereitung von „Horizon 2020“ mehrere thematische Workshops durchgeführt.
Für die Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften fand in Brüssel am 27. Juni 2011 ein Workshop mit Stakeholdern und am 13. Juli 2011 ein Workshop mit den Delegierten des Programmausschusses statt.
Ziel der Workshops war es, die Struktur der „Societal Challenges“ zu diskutieren, die als Teil von „Horizon 2020“ vorgeschlagen wurden.
Eine Zusammenfassung sowie die Präsentationen der beiden Workshops zu der für die Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften interessanten Challenge „Inclusive, innovative and secure societies“ steht jetzt auf den Webseiten der Europäischen Kommission zur Verfügung. Im Rahmen der beiden genannten Workshops wurde durch die deutsche NKS Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften jeweils das NET4SOCIETY Positionspapier zur Grünbuch-Konsultation der Europäischen Kommission sowie die Struktur einer an den Bedürfnissen der Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften aufgerichteten „Challenge“ präsentiert.
Eine Übersicht und Zusammenfassung aller thematischen Workshops finden Sie hier.
Am 09. Februar 2011 veröffentlichte die Europäische Kommision ein Grünbuch mit dem Titel "From Challenges to Opportunities: Towards a Common Strategic Framework for EU Research and Innovation funding" und leitete damit den offiziellen Konsultationsprozess zur Gestaltung der künftigen Forschungs- und Innovationsförderung in Europa ein. Der Online-Konsultationsprozess zum Grünbuch, der insgesamt 27 Fragen beinhaltete, endete am 20. Mai 2011. Die Auswertung der Konsultation ergab, dass insgesamt 849 Positionspapiere und mehr als 1300 Online-Fragebögen eingesendet wurden.
Die eingesendeten Positionspapiere hat die Europäische Kommission online zur Verfügung gestellt.
NET4SOCIETY, das Netzwerk der Nationalen Kontaktstellen Sozial-, Wirtschafts- und Geistewissenschaften, hat ebenfalls ein Positionspapier zur Grünbuchkonsultation verfasst.
Angela Schindler-Daniels
PT-DLR
Nationale Kontaktstelle Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
0228 3821 1641
angela.schindler-daniels@dlr.de
[PDF - 144,1 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/com2010_2020en01.pdf)
[PDF - 221,3 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/innovation-union-communication_de.pdf)
[PDF - 74,6 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/com_2011_0048_csf_green_paper_de.pdf)
[PDF - 143,9 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/stellungnahme_BREG_gruenbuch1.pdf)
[PDF - 264,3 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/Zweites-Leitlinienpapier-naechstes-RP-FuI_Endversion-17Juni2011deutsch.pdf)
[PDF - 48,1 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/NET4SOCIETY_PositionPaper_Greenpaper_FINAL.pdf)
[PDF - 127,7 kB]
(URL: http://www.nks-swg.de/_media/Statement_German_Coordinators_N4SPositionPaper_final.pdf)
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(URL: http://ec.europa.eu/research/horizon2020/index_en.cfm?pg=home)
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(URL: http://www.forschungsrahmenprogramm.de/zukunft.htm)