Aus dem Themenbereich .

ERA-Nets und JPIs

Was sind ERA-Nets?

An den sogenannten „Maßnahmen zur Unterstützung der Zusammenarbeit und Koordinierung von nationalen und/oder regionalen Forschungsprogrammen“ (ERA-Net) können sich Einrichtungen beteiligen, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Öffentliche Einrichtungen, die für die Finanzierung beziehungsweise Verwaltung von Forschungstätigkeiten auf nationaler oder regionaler Ebene zuständig sind
  • Sonstige nationale oder regionale Einrichtungen, die solche Forschungstätigkeiten finanzieren beziehungsweise verwalten
  • Europaweit agierende Einrichtungen, zu deren Aufgaben auch die europaweite Koordinierung einzelstaatlich finanzierter Forschungsarbeiten gehört.
  • Sonstige Rechtspersonen wie gemeinnützige Organisationen oder private Einrichtungen, die ebenfalls Forschungsprogramme verwalten, die auf nationaler oder regionaler Ebene strategisch geplant und ausgeführt werden, können sich ohne Beschränkung beteiligen, soweit sie zusätzlich zu der Mindesteilnehmerzahl hinzukommen.

Ziel der ERA-Nets in Horizont 2020 ist es, Partnerschaften zwischen öffentlichen Einrichtungen vorzubereiten, Netzwerkstrukturen zu etablieren sowie gemeinsame Aktivitäten und transnationale Ausschreibungen zu implementieren und zu koordinieren.

Im Gegensatz zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) gibt es in Horizont 2020 (2014-2020) nur noch ein ERA-Net Instrument, mit dessen Hilfe gezielte Ausschreibungen unter zusätzlicher Förderung durch die Europäische Kommission implementiert werden sollen.
Der Fokus der ERA-Nets wandelt sich daher von der Bildung und Etablierung von transnationalen Netzwerken hin zu gemeinsamen wissenschaftlichen und innovativen Ausschreibungen in ausgewählten Bereichen mit einem hohen europäischen Mehrwert und Relevanz für Horizont 2020.

ERA-Nets mit Bezügen zu den Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften

  • GENDER-NET „Promoting gender equality in research institutions and the integration of the gender dimension in research contents”
  • HERA JRP CE „HERA Joint Research Programme Cultural Encounters”
  • HERITAGE PLUS „ERA-NET Plus on Cultural Heritage and Global Change Research”
  • NORFACE PLUS „NORFACE Transnational Programme on Migration in Europe”
  • NORFACE ERA-NET WSF „Welfare State Futures”

Was sind JPIs?

Ziel der “Joint Programming Initiatives” (JPIs) ist es, nationale Forschungen in Schlüsselbereichen zusammenzuschließen, um wertvolle europäische Ressourcen zu nutzen und gemeinsame Herausforderungen in Europa besser bewältigen zu können.

Dies vollzieht sich im Rahmen eines strukturierten und strategischen Prozesses, bei dem sich die Mitgliedstaaten auf freiwilliger Basis und in einem partnerschaftlichen Ansatz einigen, die Bewältigung grundlegender gesellschaftlicher Herausforderungen anzugehen. Auf Grundlage einer variablen geometrischen Basis schließen sich die Mitgliedstaaten zu JPIs zusammen und implementieren eine gemeinsame Forschungsagenda.

Der „Joint Programming Process“ wurde im Juli 2008 durch die EU-Kommission ins Leben gerufen. Die „High Level Group on Joint Programming“(GPC) steuert dabei das Verfahren und identifiziert Themen für mögliche JPIs.

JPIs mit Bezügen zu den Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften: